Month: August 2017

#5 20er, E-Mails, Cover (fast!)

30.08.2017 gelesen: The Other Typist von Suzanne Rindell. Ich will mir das Buch schon seit Jahren kaufen, aber es fiel mir immer nur auf Deutsch in die Hände, und die Erzählstimme ist auf Englisch einfach zu schön. Jetzt habe ich endlich in London bei Gay’s the Word zugegriffen. Irgendwo zwischen einem Thriller und einer Liebesgeschichte im New York der 1920er. Alles, was ich mag. Nicht umsonst orientiert sich die Welt des dritten Bandes von Touch That Fire an den Goldenen Zwanzigern in Berlin. Nur mit mehr Elektro. geschrieben: Neben Burn That Wall: sehr viele E-Mails. Früher habe ich nicht verstanden, warum meine Mutter stundenlang über Papierkram saß. Jetzt weiß ich genau, was sie gemacht hat. Hätte darauf verzichten können. unterschrieben: eine Rechnung. Immer ein gutes Gefühl. gelernt: wie die Buchcover aussehen werden! Ich bin hingerissen. Ich kann es kaum abwarten, bis wir sie veröffentlichen dürfen! Warum ein Tagebuch? | Alle Einträge: tagebuch im blog

#4: Power, Korrekturen, Tsundoku

23.08.2017 gelesen: Mehr von THE POWER von Naomi Alderman. Bin auf Seite 60 und inzwischen hellauf begeistert. What a global scope! Und ein geniales Gedankenexperiment. Die These, dass Männer das „starke“ Geschlecht sind, weil sie wortwörtlich das körperlich stärkere Geschlecht sind, ist unfassbar faszinierend. Spannend ist auch, wie sehr Alderman ihre Prämisse mit Religion verknüpft (es entsteht in den USA eine neue Version des Christentums). Das ist eine Perspektive, die ich praktisch nie einnehme, ich säkularisierter Städter. geschrieben: die Korrektur von LIGHT THAT FLAME, Band II von TOUCH THAT FIRE. Ich will Band III nicht vorausgreifen, aber ich glaube, mit LIGHT THAT FLAME meinen Lieblingsband geschrieben zu haben (of course you have favourite kids). Zum Glück glaubt meine Lektorin das offenbar bisher auch. Es war nicht so viel zu tun wie beim ersten Band. unterschrieben: einen Agenturvertrag. Hardman & Swainson, ihr seid die Größten! gelernt: das japanische Wort dafür, Bücher zu kaufen und sie ungelesen auf den Bücherstapel zu lesen: Tsundoku (danke, LOST IN TRANSLATION – erschienen bei Dumont) Warum ein Tagebuch? | Alle Einträge: …

Mentoring

Seit der Unterzeichnung meines Buchvertrags ist es mir ein großes Anliegen, andere junge Autoren zu unterstützen. Deshalb die Tweets von einem jungen Dichter. Schon seit 2014 lehre ich die Romanwerkstatt an der Universität Bonn, die allen Studierenden offensteht, und bin seit 2015 Jurorin des Jugendliteraturpreises der Stadt Recklinghausen. Zur Zeit arbeite ich an einem Mentoratsprogramm, hinter dem die Idee steckt, dass es jungen Autoren vor allen Dingen an einem fehlt: anderen Autoren. Oder Fachleuten aus der Verlagsbranche. Oder Buchhändlern. Mentoren eben. Nicht jeden führt ein Studium zum Schriftsteller. Wen diese Idee ebenfalls reizt: Ich würde mich sehr freuen, davon zu hören! Auf der Fotografie: v. l. n. r. Tobias Miebach, Nina Rheinheimer und Michél Schüler beim KulturCampus Bonn © Paul Meixner/Ronny Bittner/Samuel Francis Johnson

#3 Naive Charaktere, es wird spannend, kurze Sätze

18.08.2017 gelesen: Meine Schreibmaschine und ich von Thomas Glavinic. Geliehen von einem Freund, der ein wahres Multitalent ist (schreiben, Musik, Schauspiel). Glavinic schreibt alles, was er schreibt, unfassbar humorvoll. Bei Literatur geht es um Abgründe, sagt er. Bei Touch That Fire gibt es gleich mehrere davon. Scham ist einer der interessantesten, wie ich finde. geschrieben: Kapitel zwei von Burn That Wall. Ich finde es großartig, zu Beginn eines Buches bereits den zentralen Konflikt anzudeuten, obwohl die nichtsahnenden Charaktere noch glauben, es sei alles nicht so schlimm. Naiv. unterschrieben: den Pressefragebogen für Blanvalet, meinen Verlag. Man merkt, dass das Tempo höher wird: erst das Gespräch zu Lesungen, jetzt den Pressefragebogen, die Korrekturen von Band II … Es geht los! gelernt: kurze Sätze sind gut, wenn Tempo erzeugt werden soll (Action- und Kampfszenen aber auch, ironischerweise, Liebesszenen), doch wenn sie im Rudel auftreten, verlieren sie ihren Effekt. Wie das meiste. Außer Alkohol. Warum ein Tagebuch? | Alle Einträge: tagebuch im blog

#2 Antagonist III, Zombies, lauft! & Finanzamt

09.08.2017 gelesen: The Power von Naomi Alderman. Sprachlich, wie so oft, unauffällig, aber eine sehr spannende Prämisse: Was, wenn Frauen auf einmal das körperlich starke Geschlecht wären? Tolle Szene, wo eine Tochter die Fähigkeit, Elektroschocks auszusenden, an ihre Mutter weitergibt. Außerdem sehr erfreulich, dass das Buch mit Szenen in verschiedenen Weltregionen losging. Im Moment wieder viel USA, aber ich bin noch ganz am Anfang. Bailey-Preis-Trägerin! Außerdem hat sie die App Zombies, Run! gemacht, die wohl beste Idee aller Zeiten. geschrieben: Trotz Urlaubs ist das erste Kapitel von Burn That Wall fertiggeworden. Mit meiner liebsten Einführung eines Antagonisten überhaupt – or is he? Außerdem noch Nebenprojekt zu Ende gebracht, an dem ich seit Jahren (2008?) arbeite. Es geht bald an meine Agentin – Daumen drücken! unterschrieben: Ein SEPA-Lastschriftmandat fürs Finanzamt. #erwachsenwerden gelernt: Wasserglaslesung? Pff. Wir können aus einer Lesung ein Event machen, alles dank den unglaublich talentierten Vanessa Basilio de Luca und Clara Clasen, die mich schauspielerisch und musikalisch begleiten werden. Sobald es Termine gibt, gibt es Bescheid! Alle Einträge: tagebuch im blog